Wer repariert gebrauchte Brennöfen? 

Bei einem Brennofen handelt es sich um ein elektrisches Hausgerät. Insofern sind die Dienste eines Elektrikers gefragt. Der arme Kerl hat jetzt das Problem, daß er von einem Brennofen keine Ahnung hat. Den guten Elektriker erkennen Sie daran, daß er den Job nicht machen möchte, weil er sich mit dem Gerät nicht auskennt. Nachdem Sie den Mann doch überredet haben, sollte er den Hersteller anrufen und die Arbeiten absprechen. Er kann nämlich aus Unwissenheit sehr viel kaputt machen oder falsches Material einsetzen. Bei Problemen rufen Sie selbst zuerst den Hersteller an, der Ihnen Hinweise gibt und Ersatzteile schickt. Das ist auch die Gelegenheit abzuklären, ob man einen Elektriker braucht, oder mit Hausmitteln weiterkommt.


© gac-Keramikbrennöfen 2007

Rost 

Das Problem Rost am Brennofen kennen wir mit unseren modernen Topladern nicht. Der Ofen ist mit einem Mantel aus rost- und säurefestem Edelstahl gespannt, der Schaltschrank aus eloxierten Aluminiumrohren und sogar die Befestigungschrauben sind aus Edelstahl. Rost entsteht in Brennöfen, deren Ummantellung aus Eisen gefertigt ist. Das sind viereckige Toplader oder Kammeröfen. Beim Brennen wird viel kristallin gebundenes Wasser frei, das in Form von Wasserdampf durch die Ofenwand dringt und dann am äußeren Mantel kondensiert und am Eisen massiv Rost bildet. Das Problem ist nicht zu verachten. Wenn man leise ist, hört man diese Öfen schon im Katalog rosten. :) Damit der Wasserdampf gar nicht erst in die Ofenwand gelangt, baut man unter der Tür einen Zuluftschieber und oben rechts einen Abluftflansch, wo dann der Wasserdampf austreten soll. Es handelt sich dabei also um reine Verzweiflungstaten das Wasser loszuwerden. Den massiven Wärmeverlust muß man dabei in Kauf nehmen. Wir lassen das Wasser an den zwar sehr teuren aber rostfreien Edelstahl, wo es dann verdunsten kann, ohne Schaden anzurichten. Unsere Brennöfen rosten nicht.


© gac-Keramikbrennöfen 2007

Ofensteuerungen 

Der abgebildete Regler stammt nicht von einem älteren Ofen. Es handelt sich hier um den modernsten Regler, den es zur Zeit gibt. Ältere Öfen werden mit Kiln Sittern betrieben oder es werden analoge Steuerungen verwendet. In diesem Fall ist ein Nachrüsten aus Kostengründen nicht sinnvoll. Wenn am KilnSitter irgendein Teil kaputt ist, gibt noch eine Chance Ersatzteile zu kriegen. Einiges haben wir noch. Nachbestellen geht nicht, den Hersteller gibt es nicht mehr. Reparaturen an den analogen Steuerungen sind auch wirtschaftlich nicht sinnvoll. Wenn Sie so einen Ofen und das Pech einer defekten Steuerung haben, sollten Sie eine Neuanschaffung in Betracht ziehen. Ist der Brennofen noch nicht zu alt und hat eine Steckdose, an der der Controller angeschlossen wird, können Sie sich Hoffnung machen, daß der Ofen mit einem neueren Regler betrieben werden kann. Es ist im Einzelfall sehr sorgfältig zu prüfen. Einfach einen schönen Regler kaufen und anschließen ist gefährlich und kann zu Totalverlust führen.



© gac-Keramikbrennöfen 2007

Ersatzteile für gebrauchte Brennöfen 

Ersatzteile für gebrauchte Brennöfen gibts nur beim Hersteller. Die bezieht man sinnvollerweise direkt. Das geht schneller und man hat einen Ansprechpartner für die richtigen Teile. Teurer oder billiger ist das auch nicht. Gibt es den Hersteller nicht mehr, haben Sie ein Problem. Einige Teile wie Relais kann man meistens von anderen Herstellern benutzen. Bei Heizsppiralen wird es schon schwieriger. Da ist meistens nichts zu machen.



© gac-Keramikbrennöfen 2007